Alter Lokschuppen an der Nathrather Strasse

 

Zur Geschichte Betriebswerk in Vohwinkel

Bis zur Neugründung der Stadt Wuppertal anno 1929 war Vohwinkel eine

eigenständige Gemeinde. Aus heutiger Sicht liegt im Westen der Stadt die Urquelle

der Wuppertaler Eisenbahnen. Das Betriebswerk befand sich in unmittelbarer Nähe

zum Bahnhof Vohwinkel.

 

 

 

 

Ausgangspunkt war eine zweigleisige Remise, die wohl bereits von der

Düsseldorf-Elberfelder-Bahn mit der Eröffnung der Bahnlinie im

Jahre 1841 errichtet wurde.

Diese Lokhütte befand sich in Höhe des heutigen Bahnhofsplatzes, der damalige

Bahnhof lag etwas westlicher als der uns bekannte.

Mit Eröffnung der gesamtenTallinie Ende 1848 und infolge grundsätzlich

zunehmender Leistungen war das Werk natürlich bald ausgelastet,

so dass südlich der Bahngleise in östlicher Richtung ein Rundschuppen

mit 10 Ständen errichtet wurde, dem 1880 daneben ein etwa

gleich großer Schuppen folgte. 

 

 

 

 

Kurz nach der Jahrhundertwende begannen die großen Veränderungen

im Bahnhofsbereich Vohwinkel mit einem Neubau des

Bahnhofsgebäudes als Keilbahnhof, damit verbunden war eine

Erweiterung der Lokbehandlungsanlagen an anderer Stelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenüber den alten Schuppen, unterhalb der Böschung zur Nathrather Straße,

entstand bis zum Jahre 1907 ein neuer, für längere Lokomotiven benutzbarer

Schuppen mit 18 Ständen. So wurde der vorhandene neue Schuppen später um

8 Stände erweitert und etwas östlicher eine zweite Drehscheibe

mit elf Freiständen eingebaut. 

 

 

 

 

Beim Lokschuppen gab es auch eine ansehnliche Werkstatt sowie natürlich

die notwendigen Verwaltungs- und Sozialgebäude und die Lokleitung.

Der alte, südlich gegenüber liegende Teil der Betriebswerkstätte mit

den beiden kleineren Lokschuppen wurde in den folgenden Jahren

aufgegeben. Später gab es am nordöstlichen Ende eine Bahnmeisterei. 

 

 

 

 

 

 

Bei den Kriegsschäden kam das Betriebswerk noch verhältnismäßig

glimpflich davon. Auf jeden Fall konnte der 26-ständige Lokschuppen

in den nächsten Jahren weiterhin genutzt werden, dennoch war die

Entwicklung des Bahnwerkes vorgezeichnet. In den 1950er Jahren

war von Veränderungen allerdings noch recht wenig zu spüren. 

 

 

 

Das “Wirtschaftswunder” sorgte für viele Güterleistungen, auch im

Nahverkehr hatte die Welle der großen Stillegungen noch nicht richtig

angefangen - und im intensiven Nahschnellverkehr im Tal selbst

wurden alle Loks benötigt.

 

 

Größere sichtbare Veränderungen gab es dann in Zusammenhang mit der

tatsächlichen Elektrifizierung der Tallinie von Düsseldorf und Köln als

Mitte der 60er Jahre ein großer Teil der Dampflokleistungen quasi über

Nacht wegbrach. Man brach wenige Zeit nach dem Fahrplanwechsel

den älteren 18-ständigen Schuppenteil ab. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 1.März 1971 wurde Vohwinkel dann als eigenständige

Heimatdienststelle aufgelöst. Bis Mai 1976 wurden noch vereinzelt

Dampfloks anderer Betriebswerke gesichtet, die aber wegen Teilabbau

nicht mehr die gesamten früheren Versorgungsanlagen nutzen konnten.

Bis in die 1980er Jahre hinein währte im Anschluss der Abriss der

restlichen Anlagen. Das Areal ist mittlerweile vollständig aufgelassen

worden, nur den Lokschuppen gibt es noch. 

 

 

 

Wie in anderen ehemaligen Betriebswerken vermittelt die

Gegend derzeit einen traurigen Zustand

in Form der vielfach zu findenden Bahnbrachen. 

 

Einblicke in schwarz/ weiß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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