Vorwerkpark Mai 2014

 

Vorwerkpark in den Barmer Anlagen

*Rhododendron- Park*

 

Übersichtskarte der Parkanlage

 

Am Toelleturm versteckt sich ein großartiges Kleinod zwischen Villen und Wald.

Der um 1907 begründete Park der Familie Vorwerk besitzt eine aufregende

Topographie, die wunderbare Ausblicke über das Murmelbachtal bietet.

Steil abfallende Hänge spiegeln sich in einem Teich, dem weitere im

Naturschutzgebiet im Tal folgen.

Höhepunkt des Gartens ist die prachtvolle Blüte der großen Rhododendren

in unterschiedlichen Farben im Frühsommer.

Die Adolf- Vorwerk- Park- Stiftung öffnet den privaten

Park (5,8 ha) seit einigen Jahren für Besucher.

 

 

Fußweg von der Adolf- Vorwerk- Strasse aus in den Park

 

Verzierte Gartenzäune

 

Adolf Vorwerk errichtete 1895 zunächst als Sommerhaus im

Schweizer Villenstil den späteren Familiensitz, die “Villa Emma”

an der Friesenstraße, heute Adolf-Vorwerk-Straße.

Zur ergänzenden Ausstattung zählten die oberen Parkanlagen, ein Laubengang,

untere Parkanlagen mit Steinbruch und Goldfischteich,

Grotte mit Wasserfall, Badeteich und Pumpenhaus am Marper Bach.

 

 

Laubengang

 

Der ehemals private Zugang zu den Barmer Anlagen

 

 

 

Die Villa wird bis 1959 bewohnt und später abgerissen.

In zeitlichem Zusammenhang mit dem Bau der “Villa Emma” ließ

Adolf Vorwerk auch einen 73 Meter langen Laubengang (Pergola) auf

einer Stützmauer errichten, der die Grenze zu den Anlagen des

Verschönerungsvereins bildet.

 

 

Aussicht bis nach Schwelm

 

Die Vereinbarung, dass die Sicht ins Marper-/Murmelbachtal nicht durch

das Pflanzen von Bäumen verstellt wird, ist nicht von Dauer.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entsteht Wald.

Der Laubengang verfällt in einen Dornröschenschlaf, aus dem er erst nach

der Wende zum 21.Jahrhundert geweckt wurde.

 

 

 

 

 

Blick über den Scharpenacken bis nach Lichtscheid

 

Doch die Zeiten waren nicht immer gut. Nach dem zweiten Weltkrieg

wurden auf den Grünflächen Kohl, Möhren und sonstige Nutzpflanzen

angebaut. Hinzu kamen Obstbäume, die auch heute noch stehen.

 

 

 

 

Der zuvor für die Öffentlichkeit nicht zugängliche private Park

wurde 2001 nach umfangreicher Sanierung inoffiziell geöffnet.

Am 31. Mai 2003 fand die offizielle Öffnung des Vorwerkparks

für die Öffentlichkeit durch Max Jörg Vorwerk in Anwesenheit

von Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl statt.

 

 

 

 

Blick hinunter zum Goldfischteich

 

Adolf Vorwerk ließ um 1907 aus Naturliebe einen öden alten Steinbruch

zum Rhododendronpark umgestalten. An der Planung soll der bekannte

Wuppertaler Baumschullist und Züchter Nissen beteiligt gewesen sein.

 

 

 

 

Fußweg zum Goldfischteich

 

 

 

 

 

Fußweg zur Grotte

 

 

Seitenblick auf den Wasserfall

 

 

 

Nach dem Tod von Adolf Vorwerk übernahm Sohn Wilhelm die Verantwortung

für die Parkanlage, die für die Öffentlichkeit unzugänglich blieb. 

1950 wurde im Vorwerkpark ein Fischteich angelegt,

außerdem verstärkt Rhododendron-Sträucher gepflanzt.

 

 

Goldfischteich

 

 

 

In guten Zeiten seien bis zu sechs Gärtner beschäftigt gewesen,

erinnert sich Adolfs Enkel und einer der letzten Vertreter der

Vorwerk-Familie in Wuppertal, Max Jörg Vorwerk.

Zwei Gärtner seien nur damit beschäftigt gewesen, die Abgrenzungen

und Zäune, die Neugierige fernhalten sollten, wieder herzurichten,

nachdem sie immer wieder beschädigt wurden.

 

 

 

 

 

Anlässlich eines vom 4. bis 6. Juni 1993 stattfindenden Familientreffens

ließ Familie Vorwerk ihren Privatpark durchforsten, einen Steg am

Goldfischteich errichten und zugewachsene Wege frei legen.

Beim Freischnitt des stark zugewachsenen Steinbruchs rutschen

einige Hangteile ab. Geländer wurden aufgearbeitet

und punktuell neue Pflanzungen vorgenommen.

 

 

Steg am Goldfischteich

 

 

Weg zum Badeteich

 

 

 

 

 

Wasserfall

 

 

 

Badeteich im alten Steinbruch

 

 

 

*Spiegelbilder*

 

 

 

 

 

Zugang zum Badesee

 

Badesteg

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es bis ins Murmelbachtal . . . 

 

. . . und immer schön die Treppen runter

 

 

 

Murmelbach

 

 

 

 

Stauteich Murmelbach

 

 

Wo man runtergelaufen ist, muss man ja auch wieder hoch . . . 

 

 

Am östlichen Eingang aus dem Barmer Wald, 

befindet sich ein Treppenzugang

der durch ein schmiedeeisernes Tor geschützt wurde.

Über diesem Tor ist ein Mauerstein mit der Jahreszahl 1895 eingearbeitet. 

 

 

 

 

 

 

Zurück am Laubengang

 

Das sind die Gründer und Bewahrer des Vorwerk-Parks:

- Adolf Vorwerk (14.06.1853-20.08.1925)


- Wilhelm Vorwerk (13.01.1889-04.11.1967)


- Max Vorwerk (14.12.1896-1981)


- Max Jörg Vorwerk 

 

 

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